3.8. Wie kann ich am einfachsten meinen KDE am aktuellen Stand halten?

Keywords: kde | update | yast

3.8.1

Diese Anleitung bezieht sich auf SuSE-Linux ab Version 9.0. Inwieweit das auch bei früheren Versionen möglich ist, habe ich nicht getestet.

Vorweg einige allgemeine Tipps zum Update von KDE.

  • Den KDE sollte man unbedingt als Benutzer 'root' updaten.
  • Es ist auch erforderlich, dass man mittels 'init 3' den KDE-Displaymanager kdm runterfährt, da es zu Problemen führen kann, wenn Dateien während KDE läuft ersetzt werden.

Um KDE am einfachsten am aktuellen Stand zu halten, geht man wie folgt vor:

Falls man nicht aus einem lokalen Verzeichnis, sondern von einer HTTP- bzw. FTP-Quelle updatet, sollte man sich als erstes vergewissern, ob eine Internetverbindung besteht! Ist dies der Fall, kann man beginnen.

Man öffnet, als Benutzer 'root' das YaST2 auf der Konsole und wählt 'Software'. Im nun angezeigten Fenster wählt man 'Installationsquelle wechseln' und drückt die 'Eingabetaste'. Nun muß man mittels 'alt-h' die Option 'hinzufügen' auswählen um eine neue, zusätzliche Installationsquelle anzulegen. Beim Drücken von 'alt-h' erscheint eine Auswahl-Box. Dort wählt man 'HTTP' oder eben die zutreffende Option aus. Als Servername gibt man die betreffende Quelle ein, von welcher man die Pakete installieren möchte.

Hier nun ein Beispiel für die Aktualisierung eines SUSE Linux 10.1 unter Verwendung von http://software.opensuse.org:

Servername:

software.opensuse.org

Verzeichnis auf dem Server:

download/KDE:/KDE3/SUSE_Linux_10.1/

Nun muß man nur noch mit 'alt-a' die Option 'anonymous' auswählen und mit und mit 'alt-o' (OK) abschließen. Es dauert nun eine kleine Weile, bis die Installationsquelle hinzugefügt wird, da ja die Daten über das Internet geholt werden müssen.

Ist alles glatt gelaufen, kann man nun die KDE-Installationsquelle im YaST-Fenster sehen. Normalerweise wird sie unterhalb jener erscheinen, von welcher man das System installiert hat. Nach meinen Erfahrungen ist es erforderlich die KDE-Installationsquelle, mittels 'alt-u' (Auf) bzw. 'alt-b' (Ab) ganz oben zu platzieren. Wenn nun alles soweit ist, schließt man das Fenster mittels 'alt-e'.

Nachdem nun die Vorbereitung abgeschlossen ist, kommt nun das eigentliche Update. Ich habe es bereits auf 2 Wegen erfolgreich durgeführt. Der erste Weg führte mich über 'Software installieren oder löschen'. Nach einer Suche nach 'kde' (alt-f und Suche in der Auswahlbox selektieren) bekommt man alle relevanten Pakete aufgelistet. Allerdings ist keines zur Installation markiert. Man muß auf diesem Weg alle Pakete selbst auswählen.

Der zweite Weg, welcher von mir bevorzugt wird, führt über 'System-Update'. Bei dieser Option sind die relevanten Pakete für das Update schon vorselektiert und man kann sie, so übernehmen. Experten können auch hier noch Selektionen an- oder abwählen. Mit alt-e (übernehmen) startet man nun den Updateprozess, welcher natürlich einige Zeit in Anspruch nimmt.

Warnung: Bei SUSE Linux 9.2, 9.3 und 10.0 führt ein Bug im 'System-Update'-Modul dazu, dass der Kernel von CD/DVD wieder installiert wird - auch wenn ein aktuellerer Kernel installiert ist. Workaround: die Kernel-Pakete manuell auf "nicht aktualisieren" setzen.

Wenn das Update fertig ist, braucht man nur mehr KDE mittels init 5 zu starten und schon sollte man den aktuellen KDE vor sich haben.

Vor jedem weitern Update ist es erforderlich, die Installationsquelle zu aktualisieren, damit YaST die neuesten Pakete findet. Folgende Schritte sind dafür erforderlich:

YaST-Kontrollzentum, im Sytemverwaltermodus starten. Software->Installationsquelle anwählen. In diesem Fenster die entsprechende Installationsquelle auswählen und dann mittels Bearbeiten->Status aktualisieren die Informationen für die Installationsquelle auf den neuesten Stand bringen. Der Rest ist ja schon bekannt. ;)

(scherer)